Arbeitsaufnahme durch Kinderbetreuung ermöglichen

Jobcenter schließt Kooperation mit Familienzentrum Wickede

Sie machen sich gemeinsam für Familien stark: Yvonne Neuberg (kath. Kita St. Josef), Laura Weiß (Kath. Kita St. Marien), Nadine Schrage (Kath. Kita St. Antonius), Anna Dedic, Martin Steinmeier (beide Jobcenter AHA Kreis Soest, v.l.).
Sie machen sich gemeinsam für Familien stark: Yvonne Neuberg (kath. Kita St. Josef), Laura Weiß (Kath. Kita St. Marien), Nadine Schrage (Kath. Kita St. Antonius), Anna Dedic, Martin Steinmeier (beide Jobcenter AHA Kreis Soest, v.l.).
Jobcenter und Familienzentrum - beide Einrichtungen haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Auf den zweiten sieht dies jedoch anders aus. Wo wird das Kind betreut, wenn Eltern zeitnah eine Arbeit aufnehmen können? Wer bezahlt das Mittagessen im Kindergarten, wenn Eltern wenig Geld haben? Diese Fragen zeigen, wie sinnvoll eine Zusammenarbeit zwischen Familienzentrum und Jobcenter ist. Daher hat das Jobcenter AHA Kreis Soest mit dem Familienzentrum in Wickede eine Kooperation geschlossen. "Die Betreuung der Kinder im Kindergarten hat sich grundlegend in den vergangenen Jahren gewandelt", schildert Yvonne Neuberg, Leiterin der katholischen Kita St. Josef in Wickede, die mit zwei weiteren Einrichtungen zum Familienzentrum Wickede gehört. "Die Kinder sind jünger, wenn sie in den Kindergarten kommen und sie werden täglich länger betreut als früher. Aber das ist ja klar, wenn die Eltern arbeiten müssen, müssen die Kinder auch betreut werden." Das sich die Arbeitssituation verändert hat, bestätigt auch Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters AHA Kreis Soest. "Die Unternehmen haben großen Personalbedarf. Es werden dringend neue Mitarbeiter gesucht. Dies ist eine große Chance für Arbeitsuchende, die schon länger auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. Doch wer Kinder hat, muss diese erst einmal versorgt wissen. Eine Kooperation zwischen Jobcenter und Familienzentrum ist da sehr hilfreich. Auf kurzem Weg können wir gemeinsam nach einer Lösung suchen." Denn nur wenn alle zusammenarbeiten, können die Familien zurechtkommen. "Irgendjemand muss den ersten Schritt machen. Ansonsten hängen die Familien in einem Kreislauf fest - ohne Kinderbetreuung ist eine Arbeitsaufnahme schlicht nicht möglich", so Nadine Schrage, von der Katholischen Kita St. Antonius. Auch das neue Starke-Familien-Gesetz war Gesprächsthema der neuen Kooperationspartner. "Insgesamt wurden die Leistungen für Familien deutlich verbessert. Doch nur wenn die betroffenen Familien davon erfahren, profitieren die Kinder davon und können an Vereinsleben, Musikunterricht und vielem mehr teilhaben", erläutert Steinmeier. "Daher ist es wichtig, dass die Erzieherinnen und Erzieher Bescheid wissen und ihr Wissen weitergeben." Dies findet auch Laura Weiß, die Einrichtungsleiterin der katholischen Kita St. Marien. "Mit einer gelebten Kooperation können wir vielen Menschen - und vor allem schnell über den kurzen Weg - helfen."