„Schnell war klar, die stelle ich ein“

Lippstädter Arbeitgeberin nutzt Angebot des Jobcenters

Regina Grümme (hinten rechts), Jennifer Berhorst (hinten links) beide Geschäftsführerinnen Grümme GmbH) und Petra Jürgensmeier sind das beste Beispiel für den Erfolg des neuen Teilhabe- und Chancengesetzes. Davon sind Christian Kühni (vorne), Kerstin Hempelmann (2.v.l.) beide Jobcenter AHA Kreis Soest) und Martin Steinmeier (3.v.l., Geschäftsführer Jobcenter) überzeugt. (Foto: Jobcenter, Elisabeth Bormann)
Regina Grümme (hinten rechts), Jennifer Berhorst (hinten links) beide Geschäftsführerinnen Grümme GmbH) und Petra Jürgensmeier sind das beste Beispiel für den Erfolg des neuen Teilhabe- und Chancengesetzes. Davon sind Christian Kühni (vorne), Kerstin Hempelmann (2.v.l.) beide Jobcenter AHA Kreis Soest) und Martin Steinmeier (3.v.l., Geschäftsführer Jobcenter) überzeugt. (Foto: Jobcenter, Elisabeth Bormann)

"Es ist wirklich schwierig neue Mitarbeiter zu finden", berichtet Regina Grümme, Geschäftsführerin des gleichnamigen Lotto-Tabak-Presse-Geschäfts in der Kauflandpassage in Lippstadt. "Als ich dann von dem neuen Gesetz zur Förderung von Langzeitarbeitslosen gehört habe, dachte ich, das ist meine Chance." Sie nimmt Kontakt mit dem Jobcenter auf. "Schon die erste Bewerbung die ich von dort erhielt war ein Volltreffer. Noch während der Probearbeit war klar, Petra Jürgensmeier stelle ich ein."

Dabei verliefen die vergangenen Jahre für Petra Jürgensmeier alles andere als rund. Acht Jahre suchte die gelernte Kauffrau im Einzelhandel eine neue Anstellung. "Es gab Jahre, da habe ich Unmengen an Bewerbungen geschrieben. Doch ohne Erfolg"", berichtet die 46-Jährige. "Daher freue ich mich nun umso mehr, endlich eine Arbeit gefunden zu haben. Jetzt hat es wieder einen Sinn morgens aufzustehen. Ich fühle mich befreiter und rundum fit. Endlich kann ich wieder Dinge unternehmen, wozu früher das Geld nicht reichte." Mit Begeisterung bedient sie die Kundinnen und Kunden, verkauft Zeitschriften und Zigaretten und geht auf ihre individuelle Wünsche ein. "Sie hat sich sofort auf die Aufgaben eingelassen und schnell alle Abläufe gelernt", schildert Jennifer Berhorst, ebenfalls Geschäftsführerin der GmbH. "Schon nach kurzer Zeit ist sie fest im Team verankert und arbeitet zuverlässig mit. Ihre gute Laune ist ansteckend. Kurz: Sie ist ein echter Gewinn für unser Team."

Grundlage der Einstellung ist das noch junge Chancen- und Teilhabegesetz der Bundesregierung. Mit ihm können Menschen, die sehr lange Unterstützung vom Jobcenter erhalten haben, bei der Integration in den Arbeitsmarkt gefördert werden. "Ein zentraler Erfolgspunkt ist zudem das individuelle Coaching. Es ermöglicht eine intensive Vorbereitung der arbeitssuchenden Frauen und Männer auf die neue Lebenssituation", erläutert Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters AHA im Kreis Soest. Darüber hinaus begleitet und stabilisiert der Coach als zusätzlicher Ansprechpartner für den neuen Mitarbeiter und die Betriebe die Übergangszeit nach Beschäftigungsbeginn. "Die enge Betreuung hilft ungemein Hemmschwellen abzubauen und aufkommende Probleme zeitnah zu lösen. Wir lassen somit weder Arbeitgeber noch den neuen Mitarbeiter allein. Dies scheint der Schlüssel zum Erfolg für eine nachhaltige Beschäftigung zu sein", so Steinmeier. "Bisher konnten wir 61 Personen über das neue Gesetz in den Arbeitsmarkt integrieren."

Weitere Informationen

Interessierte Arbeitgeber, die mehr über das Angebot erfahren möchten, erhalten weitere Informationen bei den Betriebsakquisiteuren Martin Olschefski (Tel: 02921 106-877) und Christian Kühni (Tel: 02921 106-159).