Neues Konzept für Langzeitarbeitslose

Jobcenter stellt Geschäftsbericht vor

Bild zeigt Martin Steinmeier (Geschäftsführer Jobcenter), Barbara Schäfer (stv. Geschäftsführerin), Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration) und Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung) mit dem neuen Geschäftsbericht 2018 in den Händen.
Zufrieden blicken Martin Steinmeier (Geschäftsführer Jobcenter), Barbara Schäfer (stv. Geschäftsführerin), Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration) und Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung) auf das Jahr 2018 zurück.

"Durchgehend gut", so lautet knapp das Resümee des Jobcenter-Geschäftsführers Martin Steinmeier über das vergangene Jahr. Während einer Pressekonferenz stellte er den Geschäftsbericht 2018 vor. "Insgesamt konnten wir mit 3.349 Integrationen zahlreiche Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren. Damit ist es uns gelungen, unser zuvor gestecktes Ziel deutlich zu übertreffen." Neben dem Bericht stand auch das neue Teilhabechancengesetzes des Bundes im Mittelpunkt der Konferenz.

"Bedingt durch die gute Konjunktur ist die Lage für arbeitssuchende Menschen am Arbeitsmarkt recht positiv", berichtete der Geschäftsführer. "Als Folge konnte im Jahr 2018 die Zahl der zu betreuenden Haushalte von 9.700 im Januar auf 9.132 im Dezember reduziert werden. Dies ist ein beachtliches Ergebnis und es ist zugleich ein Mut machendes Signal an alle, die einen neuen Arbeitsplatz suchen." Diese gute Entwicklung galt im vorgestellten Geschäftsjahr für sämtliche Personengruppen. Sowohl jüngere arbeitssuchende Frauen und Männer, Menschen mit Behinderung und Alleinerziehende profitierten gleichermaßen von der guten Wirtschaftslage.

"Schwieriger war und ist die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt, die schon sehr lange arbeitslos sind", berichtete Michael Hammerschmidt, Bereichsleiter Integration im Jobcenter. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber zum Januar 2019 das sogenannte Teilhabechancengesetz im SGB II verankert. "Dieser Name ist auch wirklich Programm. Es geht um die soziale Teilhabe am Arbeitsleben. Mithilfe dieser Gesetzesänderung ist es nun möglich, Menschen neue beruflichen Chancen zu ermöglichen, die sie im Normalfall nicht erhalten würden", so Hammerschmidt. "In den kommenden eineinhalb Jahren werden wir 100 Frauen und Männer dieses Personenkreises mit hohen Lohnzuschüssen von bis zu 100 Prozent, Weiterbildungsförderungen und Coachings soweit unterstützen, dass sie eine Arbeit aufnehmen können. Das ist wirklich ein gelungener und bisher sehr erfolgreicher Ansatz."